Emotionen im Griff?!
Shownotes
Wutanfälle, Geschrei und starke Gefühle bringen Eltern schnell an Grenzen. Diese Folge zeigt, wie du deine eigenen Emotionen besser wahrnimmst, bewusst reagierst und dein Kind durch schwierige Momente begleitest – ohne Eskalation und Drohungen.
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00:00:04: Willkommen beim Spickpodcast für Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel.
00:00:09: Heute mit dem Thema Emotionen im Griff?
00:00:15: Nein!
00:00:16: Das ist so unfair!
00:00:20: Wir hatten das besprochen und lange geplant.
00:00:23: Du warst damit einverstanden dass wir die Reise machen wenn du deine Freundin mitnehmen darfst.
00:00:29: Dass sie jetzt plötzlich abgesagt hat kann nicht bedeuten dass wir diese Reise nicht machen.
00:00:35: Dann bleibe ich eben allein zu Hause.
00:00:37: Ohne meine Freundin komme ich auf keinen Fall mit!
00:00:40: Wir haben zusammen geplant, Ich habe gebucht und bezahlt – wir können jetzt nicht einfach einen Rückzieher
00:00:46: machen.
00:00:47: Das kannst du vergessen!
00:00:50: Ich komme nicht mit
00:00:52: Hallo zusammen.
00:00:53: Heute geht es im Spick-Podcast um etwas das uns alle herausfordert Vor allem dann wenn's laut wird Emotionen.
00:01:02: Emotionen sind großartig und können sogar überwältigend sein.
00:01:06: Das Strahlen nach einer bestandenen Prüfung, die Umarmungen nach einem Wochenende bei den Großeltern.
00:01:12: Doch wie steht es mit unserer inneren Ruhe wenn unser Kind einen Wutanfall mit anhaltendem Schreikramf hat?
00:01:19: Bleiben wir dann ruhig oder haben wir selbst schon Wut im Bauch?
00:01:25: Ein zentraler Leersatz aus der Verhaltenspsychologie lautet bringt euren Kindern nicht bei niemals Wüten zu sein sondern lehrt sie, wie man Wüten sein kann.
00:01:36: Und das beginnt bei uns als Eltern.
00:01:39: Was passiert in uns wenn unsere Kinder große Emotionen zeigen?
00:01:44: Viele Eltern reagieren in diesen Momenten als handele es sich um einen Notfall.
00:01:49: Alte unverarbeitete Gefühle mischen sich ein und plötzlich eskaliert die Situation.
00:01:55: Stimmen werden lauter Drohungen fallen und unsere Kinder bekommen Angst weil sie spüren Mama oder Papa sind gerade selbst überfordert.
00:02:05: Ich hatte dazu ein sehr prägendes AHA-Erlebnis.
00:02:09: Ein paar Wochen, nachdem ich Achtsamkeitstechniken gelernt hatte, war ich mit unserem damals dreijährigen Sohn spazieren.
00:02:16: Er liebte es zu rennen und rannte einen abfeinen Weg Richtung Straße hinunter.
00:02:22: Ich rief, schrie, wurde immer wütender und ranne schließlich hinterher.
00:02:28: Als ich ihn einholte, wurde mir plötzlich klar Er lief nicht vor mir weg.
00:02:35: Er rannte aus purer Freude, meine Wut kam aus Angst und aus dem Gefühl von Ohnmacht.
00:02:42: aber als ich mir das bewusst machte verpuffte sie Und ich konnte ihm ruhig erklären warum es wichtig ist in meiner Nähe zu
00:02:50: bleiben.
00:02:51: Gefühle wahrzunehmen und bewusst zu transformieren kann man lernen wie ein Instrument.
00:02:59: Die Zauberform lautet wie so oft im Leben.
00:03:05: Und wie immer, hier noch ein paar konkrete Tipps für den Alltag.
00:03:09: Gerade wenn es hitzig wird oder deine Emotionen dich zu kontrollieren drohen dann drücke einfach auf Pause!
00:03:16: Du musst nicht immer sofort reagieren – weder in einem Gespräch und schon gar nicht in einer hitsigen Diskussion.
00:03:23: Atme erstmal tief durch Der Atem ist dein Verbündeter Mehrmals tief ein und lang ausatmen, hilft zu entspannen.
00:03:34: So kannst du wieder einen klaren Kopf bekommen!
00:03:38: Ein weiterer Punkt ist sich zu verdeutlichen dass es sich in den meisten Situationen nicht um eine lebensbedrohliche Situation handelt.
00:03:47: Es ist kein Notfall wenn Kinder streiten oder vielleicht ihre Hausaufgaben verweigern Sagt ihr innerlich Ich bin in Sicherheit Und mein Kind isst es auch.
00:04:00: Auch hilfreich und wichtig Achtsamkeit.
00:04:04: Nimm deine Gefühle wahr und benenne sie, zum Beispiel da ist gerade Wut in meinem Bauch.
00:04:11: Allein das Benennen schafft Abstand- und Handlungsspielraum.
00:04:16: Gerade in herausfordernden Situationen mit Kindern ist es hilfreich sich zu verdeutlichen dass du die erwachsene Person im Raum bist.
00:04:26: Du hast Lebenserfahrung und kannst lernen konstruktiv mit emotionalen Situation umzugehen.
00:04:33: Meist kommen starke Emotionen nicht einfach so aus dem Nichts oder der Situation, in der ihr euch gerade befindet.
00:04:42: Starke Reaktionen haben oft eine Vorgeschichte.
00:04:45: Angestaute Emotion wollen gesehen werden.
00:04:49: Es lohnt sich auch bei sich selbst hinzuschauen.
00:04:52: Tots aller guten Ratschläge und Vorsätze kann es passieren dass man unangemessen reagiert Dann ist es wichtig das du als Überreaktion erkennst und dich beim Kind entschuldigst.
00:05:04: Sag deinem Kind, dass du die Szene gerne noch einmal drehen würdest und reagiere beim zweiten Mal ruhig.
00:05:11: Das ist echte Vorbildarbeit!
00:05:36: für unsere Kinder und für uns selbst.
00:05:39: Na dann, das war's für heute!
00:05:42: Wenn du dir bislang nicht bewusst gemacht hast wie wichtig Emotionen sind und der richtige Umgang mit ihnen ist, dann isst jetzt ein guter Zeitpunkt um die eigenen Emotionen bewusst wahrzunehmen und dir zu überlegen, wie du mit ihnen in den unterschiedlichen Situationen umgehen möchtest.
00:05:59: Wir hoffen dass dir der Podcast ein paar Anregungen für deine Beziehung zu deinem Kind geben konnte.
00:06:06: Alles Liebe Und bis bald, Esther und Alex.
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